Sting, seit bald dreißig Jahren international als Musiker und Sänger erfolgreich, wurde 1951 als Gordon Matthew Sumner in Newcastle, England, geboren. Musikalisch groß geworden mit den Beatles, Stones und Kinks, gründete er mit dem Gitarristen Andy Summer 1977 das legendäre Trio "Police". Seinen Spitznamen (Sting = Stachel) brachte ihm sein schwarz-gelb geringeltes Lieblingssweatshirt ein. Bevor er die Musik zu seinem Beruf machte, studierte er 1971 bis 1974 Lehramt, spielte aber schon lange Klavier. Während seiner Zeit mit Police entwickelte sich Stings musikalisches Profil weiter und seine Vorstellungen - er beschreibt sich selbst als egozentrisch - ließen sich oft nicht mehr mit denen der Band in Einklang bringen und so ging das Trio auf dem Höhepunkt seiner Karriere auseinander. Seine erste Solosingle "Spread a little happiness" wurde ein Top-20-Hit in Großbritannien. Er begann, sein politisches Denken auf seine Songtexte zu übertragen. Der Song "Russians", der die weltweite Aufrüstung kritisierte, kam auch in Deutschland unter die Top-10. Sein erstes Solo-Album "The dream of the blue turtle" zeigte schon seine Vorliebe für ausgefallene Arrangements. Auch sein schauspielerisches Talent ließ er nicht verkümmern: nach "Quadrophenia", der Rockoper von The Who, die 1979 verfilmt wurde, spielte er in "Dune - Der Wüstenplanet" (1984), "Plenty" (1985) und "Stormy Monday" (1988). Während der erfolgreichen Welttournee nach Erscheinen des Albums "Nothing like the sun", verstarb Stings Vater, was ihn sich fast zwei Jahre lang zurückziehen ließ und eine Schreibblockade verursachte. In dieser Zeit begann er, sich mit Psychoanalyse und Yoga zu beschäftigen. Das folgende Album "The soul cages" von 1991 wurde sein persönlichstes, auf dem er Kindheitserinnerungen verarbeitete. Das Album erreichte die Chartspitze in Großbritannien und wurde in den USA mit Platin belohnt. Sting ist Vater von sechs Kindern und engagiert sich sehr für Benefizprojekte, umweltschützerischer oder politischer Art. Mit seiner Frau gründete er die "Rainforest Foundation". Zum 40jährigen Bestehen der "Charta für Menschenrechte" der UNO veranstaltete "Amnesty International" die "Human Rights Tour", die Sting mit vielen anderen Künstlern durch die Welt führte. 1993 überraschte Sting mit dem Album "Ten Summoners Tales", worin nichts mehr an den in sich gekehrten und melancholischen Menschen des Vorgängeralbums erinnerte. Sting erhielt nicht nur zahlreiche musikalische Preise (bis heute elf Grammys), sonder wurde auch für sein soziales Engagement geehrt. 2001 erhielt er den "Khalil-Gibran-Preis" für seinen Beitrag zur kulturellen Verständigung. 2003 erschien sein neues Album "Sacred love" und stürmte wie erwartet die internationalen Hitparaden. Ein Jahr später erhielt er für sein Duett mit Mary J. Blige "Whenever I say your name" einen Grammy als bestes Popduo. (Quelle: SWR-Musikarchiv-Biografie)